Produzent des Monats November

 

 

Biohof Maritschnig

„Wirtschaften im Jahreskreislauf, mit der Natur“


Gundisch Mitte 3, 9423 St. Georgen

Tel: 0664/2159415 | E-Mail

 

Unseren Betrieb gibt es schon viele Jahrzehnte. Die BIO-Zertifizierung haben wir seit 1994 und waren einer der ersten BIO-Betriebe in Kärnten. Wir leben diese Philosophie, ernähren uns selbst vorwiegend biologisch und produzieren nur das, was unser Grund und Boden von Natur aus hergibt. Am Acker wird Winterroggen für unser Brot angebaut , nur der Bio-Dinkel wird aus der Region zugekauft. Daraus machen wir unser Bio-Bauernbrot (Mischbrot  mit Roggen und Dinkel) und unseren Bio-Leinstrutz (Mischbrot mit höherem Vollkornanteil). Wir produzieren, verarbeiten und vermarkten nur Produkte die zum Großteil von unserem Betrieb mit unserer Philosophie stammen. Bei der Verarbeitung verzichten wir auf künstliche Zusatzstoffe und Aromen.

 

Das Grünland wird von unseren Kühen verwertet und zu wertvoller Milch umgesetzt. Daraus wird Butter, Joghurt und Käse hergestellt. Wir sind 2017 von der Mutterkuhhaltung ausgestiegen und haben auf Milchkühe umgestellt, diese bekommen im Sommer die nötige Pause und erholen sich auf ihrem Sommerurlaub auf unserer eigenen Alm.  Unsere Produkte gibt es nur, wenn es auch genug Milch von unseren Kühen gibt. Wir verzichten daher auch auf Kraftfutter und leistungssteigernde Futtermittel. Es wird keine Milch zugekauft, sondern nur die am Hof produzierte Milch verarbeitet. Der Hof wird im Haupterwerb von Renate und Manfred Maritschnig geführt. Renate ist für das Brot zuständig, Manfred für die Außenwirtschaft. Der Sohn Mathias ist hauptsächlich für die Milchproduktion und die Verarbeitung der Milch zuständig. Am Hof arbeiten alle zusammen.



Übersicht aller Maritschnig Produkte im Shop


Impressionen vom Biohof Maritschnig

10 Fragen an Mathias, Manfred und Renate


Was ist eure Philisophie bzw. was ist euch besonders wichtig?

Mathias: Wir wirtschaften im Jahreskreislauf mit der Natur, schauen darauf welche Jahreszeit welche Vorteile hat und in welcher Zeit wir produzieren und wann wir oder unsere Tiere einmal Erholung brauchen. 

 

Renate: Für mich ist wichtig das wir auch unser Bio-Getreide hauptsächlich am Betrieb produzieren und wenn etwas ausgeht, wird auch nur in Bio zu gekauft. Biologische Produktion von Lebensmittel ist für mich persönlich der einzige richtige Weg.

Wer hilft bei euch AM HOF MIT?

Mathias: Wir sind ein traditioneller Familienbetrieb, die Eltern Manfred und Renate bewirtschaften den Betrieb Vollzeit, Manfred ist für die Außenbereiche (Acker, Weiden, Hofanlage) zuständig, Renate für das Brotbacken und ich für die Rinder und die Milchprodukte. Wir helfen natürliche überall auch gegenseitig mit wenn Hilfe gebraucht wird.

Welche Produkte produziert ihr für die Direktvermarktung?

Wir haben in der Direktvermarktung das Brot, dass Renate backt, da gibt es den Bio-Leinstrutz und das Bio-Bauernbrot. Bei den Milchprodukten produzieren wir den Bio-Glundner, Bio-Topfen, Bio-Butter und Bio-Käse.

Was macht euren Hof besonders?

Wir geben den Kühen die Zeit die sie brauchen, verzichten auf leistungssteigernde Zusatzfuttermitteln, geben ihnen eine Sommerpause und mustern sie auch nicht schon nach 2 Kälbern aus sonder sie dürfen auch alt werden bei uns am Hof. Ich denke da macht uns schon sehr besonders, weil wir auch nicht versuchen jeden Tropfen Milch aus den Kühen raus zu pressen sondern nur soviel Milch nehmen, wie sie uns natürlich mit Weidegras gefüttert geben. 

Welche Tiere habt ihr am Hof?

Wir sind ein kunterbunter Hof und haben zwischen 8-10 Kühe die wir melken, Hühner, Schweine, Katzen und unseren Hofhund den Robin. Der ist einer unserer wichtigsten.  

Woran denkt IHR ALS ERSTES NACH DEM AUFSTEHEN?

Renate: Ich hoffe das mir die Arbeit des Tages leicht von der Hand geht und alles gelingt. Gerade beim Brot ist es wichtig, dass ich mich nicht ablenken lassen und in den Pausen wird dann einmal der erste Kaffee getrunken.

 

Was ist euer Lieblingsprodukt?

Mathias: Mein Lieblingsprodukt ist der ganz klar der Topfen.

Renate: Mein Lieblingsprodukt ist der Herzbub Camembert.

Manfred: Mein Lieblingsprodukt ist das Bauernbrot meiner Frau.

Wie bist du dazu gekommen Käse zu machen, bzw. wo hast du das gelernt?

Den ersten Kontakt hatte ich während meiner Ausbildung  in Raumberg gehabt, da haben wir das im Unterricht gelernt. Danach bin ich 3 Sommer lang auf eine Alm gegangen und habe mitgearbeitet. Dort haben wir zirka 50 Kühe täglich gemolken und aus der Milch Käse gemacht. Ich hatte dort die Aufgabe den Käsekeller zu betreuen, wo über den Sommer zwischen 4-5000kg Käse produziert und gelagert wurden. Das hat mich damals sehr beeindruckt und zwei Jahre später habe ich während dem Studium dann mit meinen eigenen Käseversuchen gestartet und viele Freunde den Käse verkosten lassen. 2017 sind wir dann aus der Mutterkuhhaltung in die Milchkuhhaltung umgestiegen und seit dem gibt es auch unsere Milchprodukte.

 

Wie bist du zum Brot backen gekommen?

Ich habe mit dem Brot backen begonnen, weil die Schwiegermutter ins Krankenhaus musste und es dann am Betrieb zu Hause kein Brot mehr gab. Nach und nach kamen dann auch Kunden, die Brot von uns kaufen wollten. Ich habe einige Kurse gemacht damit ich das Handwerk. Zur Selbstkontrolle haben wir unser Brot auch eingeschickt zur Prämierung und mit dem Leinstrutz die Bronze gemacht und mit dem Bauernbrot die Silberne. Der Unterschied zwischen Leinstrutz und Bauernbrot ist der Anteil geschroteter Leinsamen.

Was wünscht ihr euch für die Zukunft Eures Hofes?

Wir wünschen uns für die Zukunft unseres Hofes, dass wir ihn weiterhin im Vollerweb führen können und dass unsere Produkte eine Wertschätzung genießen. Wir wollen weiterhin von dem was wir am Betrieb im Einklang mit der Natur und den Jahreszeiten produzieren leben können und keine zusätzlichen Jobs angehen müssen. Und das soll auch für die nächsten Generationen möglich sein. 

Musik von “Grand Étude " © Dag Reinbott | TerraSound.de

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