Produzent des Monats Juni

 

 

Biohof Paulitsch

„Weil Vielfalt Zukunft hat“

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Produzent des Monats MAI    

Rieding 42, 9431 St. Stefan im Lavanttal

Tel: 0664/4416566 | E-Mail | Website | Facebook

 

Unser Erbhof ist seit über 230 Jahren in Familienbesitz. Seit dem Jahr 2003 bewirtschaften wir - Doris und Gerhard Paulitsch - unseren Betrieb organisch biologisch. Unsere Betriebszweige sind Mutterkuhhaltung, Forstwirtschaft und Obstverarbeitungsprodukte aus Streuobstanlagen und -kulturen.

 

Es ist uns ein Anliegen, unser eigenes Obst und Gemüse nachhaltig und qualitativ hochwertig zu produzieren, dies alles unter der Kontrolle der Austria Biogarantie. Außerdem ist es uns wichtig, die Kulturlandschaft bzw. die biologische, bäuerliche Landwirtschaft zu erhalten.



Übersicht aller Paulitsch Produkte im Shop


Impressionen vom Hofleben bei Paulitsch

10 Fragen an Doris & Gerhard Paulitsch


WIE LAUTET EURE PHILOSOPHIE?

„Weil Vielfalt Zukunft hat!“

 

Eine essbare Landschaft als Einheit zu entwickeln und pflegen, das heißt auf kleinem Raum eine große Vielfalt anbauen zu können. Damit haben wir nicht nur einen hohen Ertrag an Früchten, größere Erntesicherheit bei Ausfällen, da sich die Pflanzen ergänzen, sondern haben auch durch die Vielfalt und Artenreichtum einen geringeren Schädlingsdruck. Der Mist der Stalltiere wird bei uns als Dünger verwendet und so ein biologischer Kreislauf hergestellt.

 

Uns ist es wichtig, dass die nächste Generation mit der gleichen Philosophie in die Zukunft geht, da die biologische Wirtschaftsweise für uns der einzig richtige Weg ist. Das Zusammenspiel von Menschen, Tieren und Pflanzenwelt als Ökosystem soll weiterentwickelt werden und ist ein wichtiger Schritt zum Stillen des Welthungers.

WAS IST DAS ERSTE, WORAN IHR IN DER FRÜH NACH DEM AUFWACHEN DENKT?

Gerhard: „Wir freuen uns über ein Konzert der Vögel, wenn wir aus dem Haus gehen, und wir sind zufrieden und stolz wie sich unser Hof entwickelt hat."

 

Doris mit einem Lächeln: „Ich muss den Hund rauslassen.“

WAS könnt ihr unsEREN KUNDEN über euren Hof erzählen?

Der Hof ist seit 250 Jahre im Familienbesitz der Familie Paulitsch, er war eine Zuhube vom Schloss Wolfsberg. Es gab einmal eine Schenkung an die Familie, daher ist auch noch der Vulgoname Graf.

 

1996 wurde der Betrieb von uns übernommen und bis 2003 auf die biologische Wirtschaftsweise umgestellt. 2009 wurden die ersten Himbeerstöcke gesetzt und mit der Beerenobstproduktion und -verarbeitung begonnen. Es sind von Jahr zu Jahr neue Sorten dazu gekommen und es wird jährlich neu experimentiert, was alles bei uns wachsen und gedeihen kann. 

WIEVIELE TIERE HABT IHR AUF EUREM HOF?

14 Rinder

1 Hund

5 Katzen

1 Ente (die anderen wurden leider vom Fuchs geholt)

 

Und viele verschiedene Vogelarten auf die wir sehr stolz sind.

Wieviele Sorten habt ihr im Sortiment?

Um die 40 verschiedene Sorten und wir experimentieren laufend weiter an neuen Kreationen und Kombinationen.

  •  17 Sirupe
  • 5 Chutneys
  • 1 Gemüse-Sugo
  • 27 Fruchtaufstriche

Wir haben für euch 4 Sorten in einem Kisterl, dem sogenannten „Vier Jahreszeiten"-Kisterl, ausgewählt. Das sind unsere beliebtesten Sorten, die übers ganze Jahr hinweg gut zum Frühstück passen.

WAS IST EUER LIEBLINGSPRODUKT?

Die traumhafte Kiwi-Marmelade mit unseren selbst angebauten Mini-Kiwis ist eigentlich aktuell unser Lieblingsfruchtaufstrich. Das ändert sich aber je nach Jahreszeit. Wir sind auch schon neugierig auf unsere neuen Sorten, die wir gerade anbauen.

WER HILFT AM HOF ALLES MIT?

Wir arbeiten zu zweit am Hof, wobei Doris zusätzlich im LKH Wolfsberg arbeitet. Die Arbeiten sind dabei gut aufgeteilt. Die Kulturpflege, Düngen, Mähen der Hänge und Anlegen neuer Anlagen macht Gerhard. Jäten tun wir gemeinsam und die Ernte und Verarbeitung des Obstes macht Doris. Dabei werden bis zu 1 Tonne Beerenobst, Kräuter und anderes Obst übers Jahr geerntet und zu unseren Kreationen verarbeitet.

Wie schafft ihr es, das ganze Jahr über frische Produkte zu produzieren?

Wir ernten die Beeren und das Obst in der Erntezeit, wenn sie richtig reif sind und frieren alles, was nicht gleich weiterverarbeitet wird, ein, damit die Vitamine und der Geschmack des reifen Obstes gut erhalten bleiben. Für frischen Holundersirup z.B. frieren wir die Blüten in der Hauptsaison ein und können damit im Winter frischen Saft produzieren.

Wie ist der Fruchtaufstrich "Kärntner Dreiklang" entstanden?

Die Idee ist gemeinsam entstanden, die Marmelade soll die Kärntner Farben (gelb, rot, weiß) symbolisieren. Weiß ist vom Apfel, Rot ist Himbeer und gelb ist mit Kürbis-Apfel. Für die Bezeichnung haben wir uns vorgestellt, dass die 3-Schicht-Marmelade im Gesamten wie eine Symphonie ist, also eine musikalische Inspiration hatte. Daraus ist der Name „Kärntner Dreiklang“ entstanden. Man isst ihn entweder schichtweise oder wenn man mit dem Löffel tiefer reinfährt, kann man alle Sorten gleichzeitig genießen.

Ihr seid auch bei Bird-Life dabei?

Wir haben die Nistkästen von Bird-Life und Bio Austria angebracht bekommen und die werden jährlich auf den Besatz kontrolliert. Die seltenen Arten Zwergohreule, Wiedehopf und Gartenrotschwanz will man dabei besonders fördern, aber natürlich sind alle gefiederten Freunde bei uns am Hof willkommen. Wir haben auch Sitzstangen für die Mäusebussarde aufgestellt, damit sie uns helfen, die Mäusepopulation in den Griff zu bekommen, die auch die größten Fressfeinde unserer Beerensträucher sind.